H&M verdient weniger

H&M verdient wenigerDer schwedische Bekleidungskonzern Hennes & Mauritz AB (H&M) hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Als Gründe führte das Unternehmen die gestiegenen Rohstoffpreise, Kosten für die Expansion, Rückstellungen für ein neu aufgelegtes Förderprogramm für die Mitarbeiter sowie Währungseffekte an.

H&M verdient wenigerInsgesamt belief sich der Konzernumsatz inklusive Mehrwertsteuer im ersten Halbjahr, das am 31. Mai endete, auf 61,1 Milliarden Schwedische Kronen (6,68 Milliarden Euro). Er übertraf den entsprechenden Vorjahreswert von 60,8 Milliarden SEK damit lediglich um ein Prozent, was aber an der starken Kursentwicklung der Berichtswährung gegenüber dem Euro lag: Währungsbereinigt meldete H&M ein Umsatzwachstum um 10 Prozent. Flächenbereinigt stiegen die Erlöse um 2 Prozent. Der Nettokonzernumsatz stieg von 51,9 auf 52,1 Milliarden SEK (5,70 Milliarden Euro).

Auch in Deutschland, dem wichtigsten Einzelmarkt der Schweden, zeigten die Wechselkursveränderungen naturgemäß Wirkung: Hier sank der Umsatz einschließlich Mehrwertsteuer in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3 Prozent auf 14,3 Milliarden SEK (1,57 Milliarden Euro). Währungsbereinigt ergab sich allerdings ein Plus von 8 Prozent.

Beim Ergebnis verfehlte H&M das Vorjahresniveau deutlich. Der operative Gewinn sank um 24,6 Prozent von 11,9 auf 9,0 Milliarden SEK (985 Millionen Euro), der Halbjahresüberschuss um 23,2 Prozent von 8,9 auf 6,9 Milliarden SEK (751 Millionen Euro). Für den Gewinnrückgang gab es zahlreiche Gründe: Wie viele Mitbewerber hatte auch H&M mit rasant steigenden Rohstoff- und Beschaffungskosten zu kämpfen. Diese höheren Ausgaben habe man bewusst nicht an die Kunden weitergegeben, um die Position am Markt langfristig zu stärken, teilte das Unternehmen mit. Hinzu kamen gestiegene Investitionen in den Ausbau des Filialnetzes und die IT-Systeme sowie höhere Marketingausgaben. Außerdem bildete H&M im zweiten Quartal erstmals eine Rückstellung in Höhe von 248 Millionen SEK für das neue ?H&M Incentive Program?, das allen Mitarbeitern zugute kommen soll. Zusätzlich belastete der starke Kurs der Schwedischen Krone das Ergebnis.

Foto: Hennes & Mauritz

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