Schwaches Schlussquartal für Abercrombie & Fitch
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Created on Thursday, 16 February 2012

Auf dem nordamerikanischen Heimatmarkt kann der Jugendmodekonzern Abercrombie & Fitch schon seit einiger Zeit die hochgesteckten Erwartungen nicht mehr erfüllen. Im Ausland liefert er hingegen nach wie vor beeindruckende
Zuwächse ab. Doch insgesamt verlief das vergangene Jahr für die US-Amerikaner aufgrund eines unbefriedigenden vierten Quartals nicht zufriedenstellend.
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Zahlen im Schlussquartal sind angesichts schwieriger Rahmenbedingungen hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben,? räumte Konzernchef Mike Jeffries ein. Der Umsatz stieg dabei um 16 Prozent von 1,15 auf 1,33 Milliarden US-Dollar (1,02 Milliarden Euro). Auf dem Heimatmarkt konnte Abercrombie & Fitch allerdings lediglich um 4 Prozent auf 962,2 Millionen US-Dollar wachsen. Auch die deutliche Umsatzsteigerung im Auslandsgeschäft ? plus 62 Prozent auf 366,6 Millionen US-Dollar ? konnte das Gesamtbild nicht wesentlich aufhellen, zumal die Erlöse auf vergleichbarer Fläche weltweit gerade einmal das Vorjahresniveau erreichten. Aufgrund zahlreicher Sondereffekte ? Wertberichtigungen, Ausgaben für Ladenschließungen in Nordamerika und zusätzlicher Belastungen ? und Preisnachlässe sank der Nettogewinn von 92.6 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf 19,6 Millionen US-Dollar.
Im gesamten Geschäftsjahr 2011/12, das Ende Januar abgeschlossen wurde, belief sich der Konzernumsatz auf 4,16 Milliarden US-Dollar (3,18 Milliarden Euro). Damit lag er um 20 Prozent über dem Vorjahresniveau von 3,47 Milliarden Euro. In den USA verbuchte Abercrombie & Fitch einen Zuwachs um 10 Prozent auf 3,11 Milliarden Euro, im Auslandsgeschäft stiegen die Erlöse um 63 Prozent auf 1,05 Milliarden US-Dollar. Der Jahresüberschuss sank gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent von 150,3 auf 127,7 Millionen US-Dollar (97,7 Millionen Euro). Sonderbelastungen aufgrund von Wertberichtigungen und Ladenschließungen ? der Konzern gab im Laufe des Jahres insgesamt 71 Filialen in Nordamerika auf - belasteten das Ergebnis. Der verwässerte Gewinn pro Aktie sank von 1,67 auf 1,43 US-Dollar.
Die Zukunftsaussichten sind aber nach wie vor optimistisch: Für das Geschäftsjahr 2012/13 rechnet das Unternehmen mit einem Gewinn pro Aktie im Bereich von 3,50 bis 3,75 US-Dollar. Zudem will der Konzern das nach wie vor umsatzträchtige Auslandsgeschäft weiter stärken: Geplant ist unter anderem die Eröffnung von ?Abercrombie & Fitch?-Flagship Stores in Hamburg, München, Hongkong, Dublin und Amsterdam.
Foto: Abercrombie & Fitch